Neue Grundlage für Eingliederungshilfe in Berlin

Christian Thomes

Der überarbeitete Berliner Rahmenvertrag nach SGB XII, der von der Kommission 75 beschlossen wurde, ist nun rechtskräftig.
„Damit gibt es eine neue Grundlage der Zusammenarbeit für die partnerschaftliche Entwicklung und Begleitung der Arbeit in der Eingliederungshilfe zwischen den Wohlfahrtsverbänden und dem Land Berlin“, so Christian Thomes, der im Caritasverband für Gesundheits- und Sozialpolitik zuständig ist. Der Caritasverband für das Erzbistum Berlin war von Beginn an den Verhandlungen beteiligt. Im Bereich der Eingliederungshilfe investiert das Land Berlin pro Jahr mehr als 700 Millionen Euro.

Zu den Vertragspapieren des überarbeiteten Berliner Rahmenvertrags (PDF)

Keine Abschiebung in unsichere Länder

Frau Kostka im Gespräch der Phoenix Runde

Wenn Menschen kein Anrecht auf Asyl haben, müssen sie zurück in ihr Heimatland. Abschiebung ist jedoch immer die Ultima Ratio. Zuvor müssen alle Rechtsmittel ausgeschöpft sein. Es darf aber keine Abschiebung in Länder wie Afghanistan geben, in denen Lebensgefahr droht. Abschiebung ist immer ein belastender Vorgang. "Stellen Sie sich vor, kleine Kinder und ihre Eltern werden nachts um zwei geweckt, um zum Flughafen gebracht zu werden. Das ist für die ganze Familie ein sehr traumatisches Erlebnis." so Caritasdirektorin Ulrike Kostka in der Phoenix-Runde. Statt abzuschieben sollte die freiwillige Rückkehr ohne Zwangsmaßnahmen so ausgebaut werden, dass die Menschen in ihrem Herkunftsland echte Perspektiven entwickeln können. Es muss viel mehr dafür getan werden, dass sich die Verhältnisse in den Heimatländern auf Dauer verbessern, erklärt Kostka.

 Zur Fernsehdiskussion in voller Länge

Minderjährige Flüchtlinge dürfen keine verlorenen Generation werden

Caritasdirektorin Ulrike Kostka im Gespräch mit Sascha Hingst

Minderjährige unbegleitete Flüchtlinge brauchen klare Grenzen aber auch eine klare Perspektive, eine echte Chance auf Zukunft. Die Zeit, die sie hier sind muss genutzt werden, damit sie etwas dazu lernen können. Wir müssen dafür sorgen, dass diese Jugendlichen keine verlorene Generation sind, sagte Caritasdirektorin Ulrike Kostka in der RBB-Abendschau. Immer noch sind etwa 500 minderjährige unbegleitete Jugendliche in Berlin in völlig ungeeigneten Notunterkünften untergebracht. Wir brauchen mehr kleine pädagogisch betreute Wohngemeinschaften für diese jungen Menschen, sonst muss sich niemand wundern, wenn sie auf dumme Gedanken kommen, so Kostka. Außerdem werden dringend Ehrenamtliche gesucht, die als Vormünder bereit sind, Orientierung zu bieten.

Hier geht`s zum Interview mit Sascha Hingst: http://bit.ly/2kJuNPO

Pressemitteilung

Neues MRT schwebt ein

Dominikus-Krankenhaus Berlin erweitert Radiologische Abteilung mehr

Pressemitteilung

Erzbischof Koch besucht Caritas-Flüchtlingsunterkünfte in Schöneiche und Bad Saarow

Erzbischof Koch wird dort am 24. Februar 2017 mit den Bewohnern, haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern, Vertretern der Gemeindeverwaltungen und Kirchengemeinden ins Gespräch kommen und die Einrichtungen segnen. mehr

Vormund werden

Junger Mann im Porträt

Seit 2015 gibt es eine erhebliche Zahl Minderjähriger unter den Geflüchteten, die ohne Eltern oder Verwandte nach Deutschland gekommen sind. Sie brauchen besonderen Schutz, Fürsorge und eine kompetente Unterstützung durch eine/n gesetzlichen Vertreter/in. Der Caritasverband für das Erzbistum Berlin bietet laufend unverbindliche und kostenfreie Informationsveranstaltungen rund um die ehrenamtliche Vormundschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Wir laden Sie herzlich dazu ein. Sie erhalten Informationen zu den rechtlichen Voraussetzungen und Aufgaben eines Vormunds, sowie die Begleitung und Beratung durch den Caritas-Vormundschaftsverein. 

Nächster Termin:

Donnerstag, den 23.März 2017
17:00 - 19:00 Uhr
Caritas-Seniorenzentrum Kardinal Bengsch
Iburger Ufer 14,10587 Berlin 

Wir bitten um Anmeldung bis zum 15.03.17 an: vormundschaftsverein@caritas-berlin.de

Weitere Informationen und Termine 2017

Kämpfen für ein Stück Normalität

Leoni mit ihrer Mutter Katharina

Anlässlich des Tages der Kinderhospizarbeit am 10. Februar haben wir die zehnjährige Leoni und ihre Mutter besucht. Leoni ist an Leukämie erkrankt - zusammen mit ihrer Mutter Katharina kämpft sie jeden Tag gegen die Hürden des Alltags und für ein Stück Normalität. "Manchmal sagt sie, dass sie die Krankheit hasst. Aber sie ist sehr tough, ein erwachsenes Kind", erklärt Katharina. "Sie gibt mir viel Kraft."

Warum der Ehrenamtliche Valentin die kleine Leoni zum Strahlen bringt und wie der Caritas Kinderhospiz- und Familienbesuchsdienst die Familie unterstützt, lesen Sie in unserer Reportage "Kämpfen für ein Stück Normalität".

Tarifliche Bezahlung von Erziehern nach TVöD für alle Träger

Ulrike Kostka bei einer Pressekonferenz

Die Caritas unterstützt die Forderungen der Erzieher und Sozialarbeiter in Berlin, künftig nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bezahlt zu werden. Dies ist auch im Koalitionsvertrag vorgesehen. In Berlin gilt zurzeit der niedrigere Tarifvertrag der Länder (TVL Berlin). Hierdurch verdienen diese Berufsgruppen laut GEW pro Monat etwa 430 bis 540 Euro weniger. Am TVL orientiert sich auch die Refinanzierung der Kitaplätze. Träger, die besser vergüten, geraten in finanzielle Schwierigkeiten. Von Erziehern wird immer mehr verlangt, sie werden dafür aber nicht angemessen bezahlt. Immer weniger Erzieher gehen zudem nach ihrer Ausbildung in Kitas. Viele steigen auch aus finanziellen Gründen aus dem Beruf aus. „Der TVöD muss auf alle Träger im Erziehungsdienst angewandt werden. Die schlechtere Bezahlung verschärft den Erziehermangel auch in katholischen Kitas. Wenn sich das nicht ändert, finden Berliner Kitas keinen Nachwuchs und immer mehr Fachleute wandern in andere Bundesländer“, so Caritasdirektorin Ulrike Kostka.

Was ist gute Pflege wert?

Logo Katholischer Pflegekongress 2017

Am 31. März und 1. April 2017 findet der zweite Katholische Pflegekongress in Berlin statt. Herzlich eingeladen sind alle beruflich Pflegende, Führungskräfte und Lehrpersonen.

Welchen Wert hat unser Handeln - für uns selber, für unser Gegenüber, aber auch für die Gesellschaft? Der Kongress lädt ein, miteinander zu diskutieren, was christlich pflegen heißt und wie Christsein im Pflegealltag gelingen kann.

Acht Workshops bieten Gelegenheit, sich bestimmten Fragen eingehend zu widmen. Für die Teilnahme können zehn Fortbildungspunkte angerechnet werden.

Weitere Informationen und Anmeldung

Zusammen sind wir Heimat

Die Caritas-Jahreskampagne für 2017 ist gestartet. Sie zeigt, wie an verschiedenen Orten in Deutschland mit verschiedenen Menschen eine neue Heimat entsteht. Die Bundesrepublik hat 2015 rund 890.000 Menschen Zuflucht vor Krieg und Verfolgung gewährt. Aber können wir diesen Menschen überhaupt Heimat geben? Und wie entsteht eigentlich Heimat? Das Credo der Kampagne lautet  „Zusammen sind wir Heimat“. Das Kampagnenvideo gibt weitere Denkanstöße:

 

Zur Kampagnenwebsite: www.zusammen-heimat.de

YouTube-Star trifft Obdachlose

In Berlin fallen viele Hilfsbedürftige durch die Maschen des Hilfenetzes. Gerade Menschen, die auf der Straße leben, leiden im Winter unter den kalten Temperaturen. Der YouTube-Star Firas Alshater begleitet deshalb für einen Tag das Caritas-Arztmobil und lernt obdachlose Menschen kennen, die krank sind. Wie das Team zum Beispiel eine Frau rettete, die seit 17 Jahren auf der Straße lebt, erfahren Sie hier:

 

Weitere Informationen zum Caritas-Arztmobil und Spendenmöglichkeit

Flucht nach vorn - Das Engagement der Caritas für Flüchtlinge

Mitarbeiterin der Caritas mit Flüchtlingen auf dem LAGeSo

2015 sind mehr als eine Million Menschen als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Viele stammen aus Kriegs- und Krisenländern wie Syrien oder Afghanistan. Ihr Weg nach Europa war häufig lebensgefährlich.

Überall in Deutschland versuchen Helferinnen und Helfer der Caritas, Flüchtlingen den Start in neuer Umgebung etwas zu erleichtern. Der Film "Flucht nach vorn" (Trailer, 1,33) und eine Webseite stellt die Arbeit der Caritas für Flüchtlinge national und international vor. Hier können Sie den Film in ganzer Länge (29 Minuten) anschauen.