Springe zum Hauptinhalt
Arrow  Newsletter Spenden Online-Beratung caritas
close
Caritas Deutschland
Caritas international
Adressen
Umkreissuche
Jobs
Umkreissuche
Kampagne
Facebook caritas.de YouTube caritas.de Instagram caritas.de Linkedin caritas.de
close
Kostenlos, anonym und sicher!

Sie benötigen Hilfe?

  • Allgemeine Sozialberatung
  • Aus-/Rück- und Weiterwanderung
  • Behinderung und psychische Beeinträchtigung
  • Eltern und Familie
  • HIV und Aids
  • Hospiz- und Palliativberatung
  • Jungen- und Männerberatung
  • Kinder und Jugendliche
  • Kinder- und Jugend-Reha
  • Kuren für Mütter und Väter
  • Leben im Alter
  • Migration
  • Rechtliche Betreuung und Vorsorge
  • Schulden
  • Schwangerschaft
  • Straffälligkeit
  • Sucht
  • Trauerberatung
  • U25 Suizidprävention

Sie wollen wissen, wie die Online-Beratung funktioniert?

close

Spenden & helfen!

Spendenbetrag eingeben:
 

 

Ihre Hilfe wird dringend gebraucht.

Jeder Beitrag hilft und kommt direkt bei Menschen in Not an.

Jetzt online spenden

Caritasverband für das
Erzbistum Berlin e.V.

close

Newsletter Anmeldung


Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an

Jetzt abonnieren
Inhalte filtern nach Thema
Mehr zum Thema mit Link zur Seite: 'aria-labelledby="header_logo_text"'
Caritasverband für das
Erzbistum Berlin e. V.
  • Startseite
  • Beratung & Hilfe
    • ONLINE-BERATUNG
    • Adoption
    • Allgemeine Soziale Beratung
    • Alter, Krankheit, Pflege und Wohnen
    • Behinderungen
    • Betreuungen
    • CARIsatt-Laden
    • Flucht und Migration
    • Frauen
    • Hospizdienste
    • Kinder, Jugendliche, Familien, Paare
    • Kinderschutz
    • Kitas
    • Krisen
    • Schulden
    • Stromspar-Check
    • Sucht
    • Vormundschaft
    • Wohnungsnot
    Close
  • Spenden & Engagement
    • Spenden
    • Stiften
    • Vererben
    • Engagieren
    • Kleiderkammer & Second Hand
    • Unternehmen & CSR
    • youngcaritas
    Close
  • Bildung & Jobs
    • Gesundheitsmanagement
    • Erzieherausbildung
    • Fortbildungen und Seminare
    • Pflegeausbildung
    • Präventionsschulungen
    • Stellenangebote bundesweit
    • Meine Jobsuche
    • Stellenangebote Berlin, Brandenburg, Vorpommern
    • Projekt Bildungsbuddys
    • Praktikum
    • Arbeiten bei der Caritas
    Close
  • Unsere Caritas
    • Caritasrat
    • Vorstand
    • Leitungskonferenz
    • Organigramm
    • Mitarbeitervertretung
    • Caritas-Gesellschaften
    • Fachverbände
    • Mitglieder
    • Sozialpolitik
    • Transparenz & Geschäftsberichte
    • Qualitätsmanagement
    • Hinweisgeberschutz
    • Caritas im pastoralen Raum
    • Magazin Sozialcourage
    • Caritas-Galerie
    • Caritas privat
    • Fachreferent*innen
    • Bezirksbeauftragte
    • Seelsorge, Spiritualität, Ethik
    • Prävention und Intervention
    • Kampagnen
    Close
  • Presse
    • Pressemitteilungen
    • Presseverteiler Anmeldung
    • Pressespiegel
    • Fotos und Dokumente
    Close
  • Veranstaltungen
Suche
Home
Filter
  • Startseite
  • Beratung & Hilfe
    • ONLINE-BERATUNG
    • Adoption
    • Allgemeine Soziale Beratung
    • Alter, Krankheit, Pflege und Wohnen
    • Behinderungen
    • Betreuungen
      • Rechtliche Betreuungen
      • Ehrenamtliche Betreuungen
      • Vorsorge: Abgesichert durchs Leben
      • Netzwerk
    • CARIsatt-Laden
    • Flucht und Migration
    • Frauen
    • Hospizdienste
    • Kinder, Jugendliche, Familien, Paare
    • Kinderschutz
    • Kitas
    • Krisen
    • Schulden
    • Stromspar-Check
    • Sucht
    • Vormundschaft
    • Wohnungsnot
  • Spenden & Engagement
    • Spenden
    • Stiften
    • Vererben
    • Engagieren
      • Ehrenamt
        • Ehrenamtsbörse
        • Seminare für Ehrenamtliche
      • Freiwilligendienste
      • Soziale Tage
    • Kleiderkammer & Second Hand
    • Unternehmen & CSR
      • Geldspenden
      • Sachspenden
      • Die CaritasBox
      • Corporate Volunteering
      • Restcent
      • Spenden statt Schenken
    • youngcaritas
  • Bildung & Jobs
    • Gesundheitsmanagement
    • Erzieherausbildung
    • Fortbildungen und Seminare
    • Pflegeausbildung
    • Präventionsschulungen
    • Stellenangebote bundesweit
      • Meine Jobsuche
    • Stellenangebote Berlin, Brandenburg, Vorpommern
    • Projekt Bildungsbuddys
    • Praktikum
    • Arbeiten bei der Caritas
  • Unsere Caritas
    • Caritasrat
    • Vorstand
    • Leitungskonferenz
    • Organigramm
    • Mitarbeitervertretung
    • Caritas-Gesellschaften
    • Fachverbände
    • Mitglieder
    • Sozialpolitik
    • Transparenz & Geschäftsberichte
    • Qualitätsmanagement
    • Hinweisgeberschutz
    • Caritas im pastoralen Raum
    • Magazin Sozialcourage
    • Caritas-Galerie
    • Caritas privat
    • Fachreferent*innen
    • Bezirksbeauftragte
    • Seelsorge, Spiritualität, Ethik
    • Prävention und Intervention
    • Kampagnen
  • Presse
    • Pressemitteilungen
    • Presseverteiler Anmeldung
    • Pressespiegel
    • Fotos und Dokumente
  • Veranstaltungen
  • Sie sind hier:
  • Startseite
  • Unsere Caritas
  • Kampagnen
Header Ehrenamt
EHRENAMT EHRENSACHE

Elf Menschen, elf Geschichten, ein gemeinsamer Antrieb

Die Porträts auf dieser Seite zeigen, wie vielfältig das Ehrenamt ist: von der Begleitung geflüchteter Jugendlicher über Hospiz- und Seniorenarbeit bis zur Online-Beratung junger Menschen in Krisen.

Diese elf Geschichten stehen exemplarisch für mehr als 5.000 Ehrenamtliche, die bei der Caritas im Erzbistum Berlin Herz und Verantwortung für andere schenken.

 

Für mich bedeutet Ehrenamt "Gemeinschaft"
Dagmar, Ehrenamtliche im ambulanten Caritas-Hospiz
Für mich bedeutet Ehrenamt "Gemeinschaft"
Erfahre mehr über Dagmar

Was am Ende zählt, sind die einfachen Momente

Dagmar engagiert sich ehrenamtlich im Ambulanten Hospizdienst der Caritas. Dort begleitet sie Menschen in ihrer letzten Lebensphase – mit der Erfahrung, dass gerade diese Begegnungen auch das eigene Leben bereichern.

Dagmar hatte sich schon länger gefragt, warum es so viele Angebote dafür gibt, wie man den Anfang des Lebens gut begleitet und wenige, wie man die letzte Lebensphase bewusst gestalten kann. Im Hospizdienst der Caritas fand sie dann genau dafür einen Ort. „Was mich speziell an der ehrenamtlichen Begleitung des Hospizdienstes interessiert hatte, war, dass da der Fokus auf der letzten Lebensphase liegt“, sagt sie.

Was sie an ihrem Ehrenamt besonders schätzt, ist seine Offenheit. Sie besucht Menschen, ohne genau zu wissen, was sie erwartet. Genau darin liegt für sie der Wert der Begleitung: da sein, zuhören, Zeit teilen. Manchmal entstehen Gespräche, manchmal auch einfach stille, gute Momente. In Erinnerung geblieben ist ihr etwa ein Besuch bei einem betreuten Mann, mit dem sie trotz sprachlicher Hürden eine unerwartet heitere Viertelstunde erlebte. Gemeinsam schauten sie Videos auf dem Handy an – darunter Aufnahmen von einem türkischen Koch, die ihn freuten. Solche kleinen Augenblicke machen für Dagmar den Kern ihres Engagements aus.

Und dieses Engagement tut nicht nur den begleiteten Menschen gut, sondern auch denen, die sich darauf einlassen. „Auch wenn man es vorher vielleicht nicht erwartet, es bereichert den Alltag“, sagt sie. „Wer sich im Hospizdienst engagiert, begegnet nicht nur anderen Menschen, sondern oft auch sich selbst noch einmal neu.“

Mich hat das Ehrenamt feinfühliger gegenüber anderen Menschen gemacht
Florence, Ehrenamtliche bei U25
Mich hat das Ehrenamt feinfühliger gegenüber anderen Menschen gemacht
Erfahre mehr über Florence

Hoffnung per E-Mail

Florence engagiert sich bei U25 für junge Menschen in psychischen Krisen. In der Online-Beratung erlebt sie, wie wichtig es ist, zuzuhören und offen über seelische Belastungen zu sprechen.

Als Florence nach der Corona-Pandemie nach einem Ehrenamt suchte, war ihr schnell klar, für wen sie sich einsetzen wollte: für junge Menschen, die Unterstützung brauchen. Sie selbst hatte in dieser Zeit erlebt, wie leicht man ins Straucheln geraten kann - und wie unübersichtlich es sein kann, passende Hilfe zu finden. Auf der Suche nach einer Aufgabe stieß sie auf U25, dem Caritas-Beratungsangebot für junge Menschen in psychischen Krisen. Dass es dort um seelische Gesundheit geht, war für sie ausschlaggebend. Florence wollte dorthin, wo Zuhören nicht beiläufig ist, sondern existenziell werden kann.

Die Arbeit bei U25 findet leise statt - und gerade darin liegt ihre Intensität. Florence beantwortet Nachrichten von jungen Ratsuchenden, die sich in suizidalen Gedanken oder anderen schweren Krisen an das Projekt wenden.

Wer bei U25 berät, rettet nicht, löst nicht und entscheidet nicht für andere. "Wir sind nur da, um zu begleiten, nur um zuzuhören, Empathie zu schicken und ein bisschen Hoffnung zu spenden", sagt Florence.

Wie viel diese Begleitung bedeuten kann, zeigte sich für Florence in einer Nachricht, die lange nach einer Beratung eintraf. Eine ehemalige Ratsuchende meldete sich zurück: verheiratet, mit Kind - und mit einem Leben, das sich seit der ersten Kontaktaufnahme grundlegend verändert hatte.

Für sie ist deshalb klar: Wer sich engagiert, erlebt nicht nur, wie Hilfe wirken kann, sondern auch, wie viel man im gemeinsamen Arbeiten voneinander lernt. Ihr Satz dazu ist so knapp wie eindringlich: "Schweigen ist tödlich."

Ich engagiere mich, weil es für mich darum geht, mit Herz etwas an andere weiterzugeben
Milad , Kulturbuddy bei youngcaritas
Ich engagiere mich, weil es für mich darum geht, mit Herz etwas an andere weiterzugeben
Erfahre mehr über Milad

Mit Herz etwas weitergeben

Milad engagiert sich seit rund drei Jahren bei den Kulturbuddys von youngcaritas Berlin. Für ihn geht es dabei vor allem darum, Menschen zu unterstützen, Gemeinschaft zu schaffen und mit kleinen Aufgaben einen spürbaren Unterschied zu machen.

Milad kam aus Afghanistan nach Berlin und suchte nach einem Ort, an dem er nicht nur ankommen, sondern auch etwas beitragen konnte. Über eine Freundin lernte er die Kulturbuddys von youngcaritas kennen. Nach ersten Gesprächen mit Mitgliedern des Projekts war für ihn klar, dass er dort das gefunden hatte, wonach er gesucht hatte: eine Gemeinschaft, in der Begegnung nicht nebenbei entsteht, sondern bewusst gestaltet wird. Ehrenamt, sagt er, bedeutet für ihn, etwas Sinnvolles zu tun und dabei Menschen wirklich zu erreichen.

Was dieses Ehrenamt prägt, ist für Milad seine Vielfalt. Kein Tag sei wie der andere, sagt er. Mal wird organisiert, mal gekocht, mal eine Aktivität vorbereitet oder begleitet. Gerade diese Mischung aus Planung, Improvisation und direkter Begegnung macht für ihn den Reiz aus. Die Aufgaben mögen einzeln klein erscheinen, doch in ihrer Summe schaffen sie etwas Größeres: gemeinsame Zeit, neue Erfahrungen und Momente, in denen Menschen sich wahrgenommen fühlen.

Die schönsten Augenblicke sind für Milad oft die leisesten. Wenn jemand ehrlich dankbar ist, wenn eine Begegnung nachwirkt oder wenn spürbar wird, dass ein Tag durch gemeinsame Zeit ein wenig heller geworden ist, zeigt sich für ihn der Wert seines Engagements. Auch die heiteren Momente entstehen meist ungeplant – gerade dann, wenn etwas nicht nach Plan läuft und daraus Nähe entsteht. Würde Milad sein Ehrenamt in einer Geste ausdrücken, wäre es die Hand aufs Herz. Denn genau darum geht es ihm: mit Offenheit, Aufmerksamkeit und Herz etwas an andere weiterzugeben.

Macht das! Ehrenamt macht einfach glücklich
Andreas, ehrenamtlicher Vormund
Macht das! Ehrenamt macht einfach glücklich
Erfahre mehr über Andreas

Ehrenamt kennt nur Gewinner

Andreas begleitet geflüchtete Jugendliche als ehrenamtlicher Vormund. Sein Engagement für die Caritas zeigt, wie aus Ankommen Vertrauen und aus Unterstützung eine neue Perspektive werden kann.

Als Andreas 2016 seinen ersten Mündel kennenlernte, war dieser 16 Jahre alt und gerade erst in Deutschland angekommen. Heute ist aus dem Jugendlichen ein Familienvater geworden, der gerade seine Prüfung zum Maurermeister bestanden hat. „Er, seine Frau und seine Tochter gehören quasi zur Familie“, sagt Andreas stolz.

Vier weitere Vormundschaften für Geflüchtete hat der frühere Journalist in den letzten zehn Jahren übernommen. Sein Alltag ist dabei so vielfältig wie die Lebenslagen der Jugendlichen selbst: Er unterstützt bei der Suche nach einem Sportverein, spricht mit Lehrkräften, begleitet Behördengänge. Diese Mischung hat ihn selbst verändert. Durch die enge Begleitung erlebt er, wie junge Geflüchtete sich in Deutschland zurechtfinden müssen und erfährt zugleich von den oft belastenden Erfahrungen, die viele von ihnen vor ihrer Ankunft gemacht haben. „Und ich habe Kontakt zu jungen Leuten, das hält selbst jung“, sagt er.

Für ihn ist deshalb klar: „Ehrenamt kennt nur Gewinner. Ich gebe jungen Menschen Orientierung und Unterstützung, bekomme aber selbst viel zurück.“

Gleichzeitig ist Ehrenamt für ihn die Grundlage einer lebendigen demokratischen Gesellschaft. „Die lebt nicht vom Zuschauen, sondern vom Mitmachen.“

Sein Rat: „Macht mit, ihr werdet sehen: Es macht glücklich.“
Was ich für mich mitnehmen konnte, ist, wie viel es ausmachen kann, wenn man für andere da ist
Laetitia, Ehrenamtliche bei U25
Was ich für mich mitnehmen konnte, ist, wie viel es ausmachen kann, wenn man für andere da ist
Erfahre mehr über Laetitia

Online-Beratung gegen reale Krise

Laetitia engagiert sich seit mehreren Jahren bei U25. In der Online-Beratung für junge Menschen in emotionalen Krisen erlebt sie, wie viel es ausmachen kann, einfach da zu sein, zuzuhören und Gemeinschaft zu schaffen.

Als Laetitia gegen Ende ihres Bachelorstudiums nach einem Ehrenamt suchte, war da plötzlich etwas, das im Uni-Alltag sonst oft fehlt: Zeit. Während sie an ihrer Abschlussarbeit schrieb, suchte sie nach einer Aufgabe, die über den eigenen Alltag hinausreicht. So stieß sie auf U25.

Kurz darauf begann sie die dreimonatige Ausbildung zur ehrenamtlichen Beraterin. Heute, rund fünfeinhalb Jahre später, ist sie dem Projekt noch immer verbunden. Ihr Wort für dieses Ehrenamt lautet bis heute: „Gemeinschaft“.

Ihr Ehrenamt sieht so aus: sie liest Nachrichten und antwortet jungen Menschen, die sich in emotionalen Krisen oder suizidalen Situationen an das Projekt wenden. Für Laetitia ist dabei entscheidend, was U25 nicht sein will: keine Therapie, keine schnelle Lösung, kein Versprechen auf einfache Antworten. Es geht darum, zuzuhören, Beziehung aufzubauen und in schwierigen Phasen verlässlich da zu sein – manchmal, sagt sie, fast wie in einer Brieffreundschaft.

Wie viel dieses Dasein bedeuten kann, erlebte Laetitia in einer Nachricht, auf die sie lange gewartet hatte. Eine Ratsuchende, von der sie lange nichts mehr gehört hatte, meldete sich zurück und schrieb, die Beratung habe ihr damals geholfen und viel in Bewegung gesetzt. Für Laetitia war das mehr als ein Dankeschön: Es war der Beleg dafür, dass Zuhören Wirkung hat, auch wenn sie sich nicht sofort zeigt.

Es sind sehr viele verbindende Momente
Katharina, Ehrenamtliche bei U25
Es sind sehr viele verbindende Momente
Erfahre mehr über Katharina

Wenn Zuhören Leben rettet

Schauspielerin Katharina Hirschberg übernimmt bei U25 eine andere Rolle: Ehrenamtlich begleitet sie junge Menschen in Krisen – aufmerksam, verantwortungsvoll und mit dem Ziel, Suizide zu verhindern.

Viele kennen Katharina Hirschberg aus Fernseh- und Kinorollen: als Bibi Blocksberg in „Bibi & Tina – Die Serie“ oder Leo König in der „Landarztpraxis“. Doch jenseits von Set und Kamera übernimmt sie eine Rolle, die viel weniger sichtbar ist und gerade deshalb Gewicht hat. Beim Caritas-Projekt U25 begleitet die Schauspielerin und Psychologiestudentin seit mehreren Jahren junge Menschen unter 25, die sich in schweren Krisen an die Online-Beratung wenden. Auf das Projekt stieß sie über eine Dokumentation im Internet, kurz darauf meldete sie sich zur Ausbildung an. Geblieben ist sie, weil dieses Ehrenamt für sie in einem Wort zusammengefasst werden kann: „helfen“.

Ehrenamtliche lesen bei U25 Mails junger Ratsuchender und antworten ihnen.  „Sehr junge Menschen übernehmen sehr große Verantwortung“, sagt sie. Dass das gelingt, hat für sie viel mit der Struktur des Projekts zu tun: mit intensiver Vorbereitung, fachlichem Austausch und einem Team, das Belastungen auffängt, statt sie zu individualisieren.

Am stärksten prägen Katharina Hirschberg die Momente, in denen aus fachlichem Austausch echte Verbundenheit wird. In den Supervisionen seien, sagt sie, „sehr verbindende Momente“ entstanden – Gespräche über schwierige Beratungen, über eigene Grenzen, aber auch über das, was trägt.

Die Begegnungen mit Menschen in Krisen haben auch ihren Blick auf das eigene Leben verändert: „Sie haben mir bewusster gemacht, wie dankbar ich für meine eigene Lebenssituation sein kann“, sagt sie.

Zugleich erlebt sie bei U25, wie groß die Schwelle für viele junge Menschen noch immer ist, offen über psychische Erkrankungen und Krisen zu sprechen. Genau dort setzt das Projekt an: nicht als Therapie, sondern als Begleitung, als erste Ansprache, als Ermutigung, Hilfe anzunehmen.

Wer sich engagiert, sagt Katharina Hirschberg, investiert zwar Zeit und Kraft, bekommt aber auch viel zurück: „Dankbarkeit und Liebe und Verbindungen“.

Durch mein Ehrenamt bin ich geduldiger geworden
Ameen, Kulturbuddy bei youngcaritas
Durch mein Ehrenamt bin ich geduldiger geworden
Erfahre mehr über Ameen

Gemeinsam raus aus dem Alltag

Ameen engagiert sich bei den Kulturbuddys von youngcaritas. Dort plant er Freizeitangebote für Menschen, die sonst oft wenig Zugang zu gemeinsamer Freizeit, Ausflügen und neuen Kontakten haben.

Für Ameen beginnt Ehrenamt mit einer einfachen Haltung: etwas Gutes tun und etwas zurückgeben – an die Stadt, an die Gemeinschaft, an andere Menschen. Bei den Kulturbuddys von youngcaritas hat er dafür einen Ort gefunden. Er wollte seine Zeit sinnvoll nutzen, Menschen unterstützen und zugleich neue Kontakte knüpfen.

Gemeinsam mit anderen entwickelt Ameen Aktivitäten und überlegt, was Teilhabe konkret möglich macht. Manchmal geht es um Ausflüge, etwa zum Eislaufen oder Minigolf, manchmal darum, Unternehmungen auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich zu machen. Für Ameen zeigt sich gerade in diesen scheinbar kleinen Planungen, was das Projekt ausmacht: Menschen zusammenbringen, ihnen neue Erfahrungen ermöglichen und ihnen das Gefühl geben, willkommen zu sein.

Zugleich hat ihn das Ehrenamt selbst verändert. Er sagt, er sei offener, geduldiger und selbstbewusster geworden – auch, weil er hier gelernt habe, Dinge zu organisieren, Verantwortung zu übernehmen und sich auf andere einzulassen. Im Unterschied zum Beruf gehe es im Ehrenamt für ihn stärker darum, etwas „von Herzen“ zu tun. Vielleicht bekomme man dabei etwas zurück, sagt Ameen. Aber selbst wenn nicht, sei das in Ordnung. „Ich mache das gerne.“

Wer sich Zeit für andere nimmt, wird reich beschenkt
Anna, Ehrenamtliche im ambulanten Caritas-Hospiz
Wer sich Zeit für andere nimmt, wird reich beschenkt
Erfahre mehr über Anna

Wo Abschied Teil des Lebens wird

Anna ist freischaffende Malerin und begleitet ehrenamtlich Menschen im ambulanten Hospiz der Caritas. In der Nähe zum Sterben erlebt sie nicht nur Abschied, sondern auch Trost, Würde und eine neue Wertschätzung für das Leben.

Anna verbringt einen großen Teil ihres Lebens allein im Atelier. Als Malerin und alleinerziehende Mutter arbeitet sie konzentriert, still und oft über viele Stunden für sich. Als ihre Tochter älter wurde wuchs in ihr der Wunsch, sich ehrenamtlich zu engagieren. Der Schritt „raus aus dieser Ateliersituation, in die Gesellschaft rein und für andere Menschen da zu sein“, führte sie in das ambulante Hospiz der Caritas. Dort begleitet sie heute schwerkranke und sterbende Menschen – zu Hause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim.

Die Begleitung folgt keinem festen Muster, denn, so sagt Anna, „Sterben ist ein sehr individueller Prozess“. In der Regel besucht sie die Menschen ein- bis zweimal pro Woche für etwa anderthalb Stunden. Was sie an dieser Aufgabe besonders bewegt, ist auch ihr Blick auf den Umgang mit dem Tod: Für Anna wird das Sterben in der Gesellschaft zu oft ausgeblendet. Gerade deshalb wollte sie verstehen, was Menschen am Lebensende brauchen und was diese letzte Lebensphase mit den Begleitenden macht. Aus ihrer Sicht geht es dabei nicht nur um das Sterben, sondern immer auch um das Leben. Wer die eigene Sterblichkeit verdränge, verliere leicht den Blick dafür, wie kostbar das Leben ist.

Besondere Momente erlebt Anna nach eigenen Worten schon dann, wenn sie eine Zimmertür öffnet und für einen Menschen einfach da ist. „Die Freude, das Lächeln auf dem Gesicht ist unglaublich“, sagt sie. Tief bewegt hat sie auch die Erinnerung an eine Frau im Sterbeprozess, die sie plötzlich fragte: „Komme ich zu Gott?“ Anna antwortete ihr: „Ja.“

Ich würde gerne einen Tag lang Friedrich Merz mein Ehrenamt zeigen
Sven, Ehrenamtlicher im magda Jugendzentrum
Ich würde gerne einen Tag lang Friedrich Merz mein Ehrenamt zeigen
Erfahre mehr über Sven

Wo Jugendliche Rückhalt finden

Sven engagiert sich im Jugendtreff Magda und begleitet dort Jugendliche im Alltag. Zwischen Kochen, Kickern und Gesprächen erlebt er, wie wichtig offene Räume sind – für junge Menschen, aber auch für die, die sie begleiten.

Wenn Sven einen Tag lang jemanden aus der Politik mit in seinen Alltag nehmen könnte, würde seine Wahl auf Bundeskanzler Friedrich Merz fallen. Nicht aus Bewunderung, sondern aus einem klaren Anliegen: Wer über Einsparungen in der Jugendhilfe spreche, sagt er, solle auch sehen, was dort geleistet wird. Sven selbst engagiert sich ehrenamtlich im Jugendtreff Magda, wo er Jugendliche betreut und vor allem das Kochprojekt begleitet. Für ihn ist das Ehrenamt eine Tätigkeit, „die man mit Herz ausübt, wo man viel geben kann, aber auch viel bekommt“.

Einmal pro Woche ist Sven für mehrere Stunden im Magda. Dann geht es zunächst in die Küche: Gemeinsam mit den Jugendlichen und anderen Betreuenden wird geschnippelt, gekocht, gegessen und anschließend aufgeräumt. Danach wird gekickert, gespielt oder einfach geredet. Der Jugendtreff bietet dafür viele Räume – zum Zusammensein, aber auch für Rückzug und Gespräche. Zu den schönen Momenten seines Engagements zählt Sven ein gemeinsames Hotdog-Projekt bei der Fête de la Musique ebenso wie die kleinen Szenen des Alltags: das Ankommen nach einem schlechten Tag und die Erfahrung, dass die Jugendlichen sich freuen, wenn er da ist.

Das Ehrenamt, sagt Sven, habe ihn „unheimlich geerdet“. Er sei ruhiger, entspannter und koordinierter geworden – nicht nur im Jugendtreff, sondern auch in seinem beruflichen Alltag in der Rechnungsabteilung und im Studium der Sozialen Arbeit. Gerade wenn es ihm selbst nicht gut gehe, erlebe er im Magda, wie tragfähig Gemeinschaft sein kann. „Wer sich engagiert, bekommt nicht nur Dankbarkeit zurück, sondern oft auch ein Glücksgefühl – und manchmal einen ganz neuen Blick auf das eigene Leben“, sagt er.

Mit Musik erreicht man fast jeden
Christina, Ehrenamtliche im Franz Jordan Stift
Mit Musik erreicht man fast jeden
Erfahre mehr über Christina

Wenn Musik und Heinz Erhardt den Alltag aufhellen

Christina Chudy ist 80 Jahre alt und spielt einmal pro Woche ehrenamtlich Gitarre im Seniorenheim. Mit Liedern, Gedichten und viel Gespür für die Menschen dort schafft sie Momente der Nähe, der Erinnerung und der Freude.

Ihre erste Gitarre bekam Christina Chudy mit 15 zu Weihnachten. Zwei ihrer Freundinnen konnten bereits spielen, gemeinsam waren die drei bei den Pfadfindern, und die Musik am Lagerfeuer berührte sie damals so sehr, dass sie zu ihren Eltern sagte: „Wenn ihr mir die Gitarre schenkt, müsst ihr mir danach nie wieder etwas schenken.“

Jahrzehnte später ist dieses Instrument noch immer Teil ihres Lebens – und längst auch Teil ihres Ehrenamts. Seit 2011, kurz nach ihrem Ruhestand, spielt die heute 80-Jährige einmal pro Woche im Caritas-Seniorenheim Franz-Jordan-Stift Gitarre.

„Meine Schwiegereltern lebten damals in dem Haus und ich hatte den Eindruck, dass Musik im Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner ein Stück weit fehlte.“ Also bot sie an, genau das mitzubringen, was sie selbst am liebsten weitergibt: Lieder, Nähe und Zeit.

Eine gute Stunde dauert ihr Einsatz einmal pro Woche. Sie singt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, begleitet die Lieder auf der Gitarre und unterbricht das Programm immer wieder mit Gedichten und kleinen Texten, die zu den Liedern passen. Besonders gut kommen humorvolle Verse an, etwa von Heinz Erhardt.

„Singen erreicht fast jeden“, sagt sie, „auch die, die nicht mehr mitsingen können und einfach nur zuhören.“ Und wenn einmal eine Gitarrensaite reißt, wird kurzerhand improvisiert und a cappella weitergesungen.

Die eigentlichen Schlüsselmomente kommen für Christina Chudy oft erst nach dem letzten Lied. Dann bedanken sich Bewohnerinnen und Bewohner, erzählen noch etwas oder sagen ihr, wie gut ihnen diese Stunde getan hat.

Zugleich hat das Ehrenamt auch ihren eigenen Blick verändert. „Ich denke mehr über das Alter, über Vergänglichkeit und über die Frage nachdenken, wie die letzte Lebensphase einmal für mich selbst aussehen könnte“, sagt sie.

Dass sie auch ihre eigene Mutter in den letzten eineinhalb Jahren begleitet hat, macht diese Begegnungen für sie besonders eindringlich.

Durch meine eigene Geschichte, gebe ich heute anderen Halt
Viktoria, Ehrenamtliche bei U25
Durch meine eigene Geschichte, gebe ich heute anderen Halt
Erfahre mehr über Viktoria

Wenn Erfahrung anderen Halt gibt

Viktoria engagiert sich seit ihrer Jugend bei U25 Berlin. In der Online-Beratung für junge Menschen in Krisen verbindet sie professionelle Distanz mit einer Erfahrung, die ihr Engagement für andere besonders glaubwürdig macht.

Viktoria war 16, als sie zu U25 kam – und selbst noch mitten in einer Lebensphase, in der vieles unsicher ist. Heute, mit 22, gehört das Ehrenamt seit Jahren zu ihrem Alltag. Seit 2019 berät sie bei U25 Berlin junge Menschen unter 25, die sich in Krisen per Mail melden.

Seitdem beantwortet Viktoria Erstnachrichten, übernimmt Beratungen und antwortet den Ratsuchenden. Für sie ist U25 eine Art „distanzierte Internetfreundschaft“: nah genug, um Vertrauen entstehen zu lassen, und zugleich weit genug entfernt, um einen geschützten Raum zu bieten. Genau diese Balance aus Nähe und professioneller Distanz macht für Viktoria die besondere Qualität der Beratung aus.

Besonders prägend war für Viktoria die Begleitung einer ratsuchenden Person über mehrere Jahre hinweg. Die Ausgangslage sei schwer gewesen, sagt sie, umso größer sei die Bedeutung der Rückmeldung gewesen, dass die Beratung geholfen und spürbare Entwicklungen ermöglicht habe. Solche Momente geben ihrem Ehrenamt Gewicht – auch, weil sie selbst Krisenerfahrungen kennt.

Für Viktoria ist das Ehrenamt deshalb mehr als Unterstützung für andere: Es ist auch eine Form, dem eigenen Erlebten Sinn zu geben. Wer sich engagieren wolle, sagt sie, solle nicht nach dem perfekten Ehrenamt suchen, sondern nach einem, das zum eigenen Leben passt.

Ameen vor der Kamera
Behind the Scenes
Ameen vor der Kamera
Viktoria erzählt über ihr Ehrenamt
Behind the Scenes
Viktoria erzählt über ihr Ehrenamt
Anna vor der Kamera
Behind the Scenes
Anna vor der Kamera
Christina und ihre Gitarre
Behind the Scenes
Christina und ihre Gitarre
Erfahre mehr über Ehrenamt

Welches Ehrenamt passt zu mir?

Das finden wir gemeinsam heraus. Wir beraten Sie gerne persönlich, telefonisch oder auch online zu den vielen Einsatzfeldern. Einen ersten Überblick erhalten Sie in der Ehrenamtsbörse.

Katja Eichhorn

Kontakt:

Katja Eichhorn, Fachreferat Ehrenamt

Telefon: 030 66 633-12 79
Mobil: 0177 477 06 57

Email: k.eichhorn@caritas-berlin.de

 

 

Facebook caritas-berlin.de YouTube caritas-berlin.de Instagram caritas-berlin.de Linkedin caritas-berlin.de
nach oben

Neues der Caritas

  • Meldungen im Überblick
  • Pressemitteilungen
  • Caritas-Magazin
  • Veranstaltungen
  • Ausstellungen

Zeit spenden

  • Ehrenamtlich helfen
  • Freiwilligendienste
  • Als Unternehmen helfen
  • youngcaritas

Geld spenden

  • Not sehen und handeln!
  • Online spenden
  • Stiften - So geht's
  • Vererben

Bildung & Jobs

  • Die Caritas als Arbeitgeber
  • Jobs bei der Caritas
  • Arbeit & Bildung
  • Fortbildungen & Seminare
  • Praktika

Caritas im Erzbistum

  • Caritas im Pastoralen Raum
  • Seelsorge im Erzbistum
  • Caritas privat

Service

  • Newsletter-Anmeldung
  • Presse
  • Kontakt
  • Inhaltsverzeichnis
Cookies verwalten
Datenschutz
Impressum
Barrierefreiheit
Barriere melden
  • Datenschutz: www.caritas-berlin.de/datenschutz
  • Impressum: www.caritas-berlin.de/impressum
Copyright © Caritasverband für das Erzbistum Berlin e. V. 2026