Unter dem Motto "Menschlichkeit gibt Halt" weisen Caritas, Diakonie und IN VIA am "Tag der Bahnhofsmission" (Samstag, 18. April) auf die wachsende Notwendigkeit der bundesweit über 100 Einrichtungen in Deutschland hin. Rund 2,2 Millionen Kontakte zu Hilfesuchenden und etwa 5,2 Millionen Hilfeleistungen verzeichneten die Standorte im Jahr 2024. Gegenüber 2019 entspricht das einem Anstieg der Kontakte und Hilfeleistungen von rund 40 Prozent.
Kicken am Bahnhof Zoo
Jeder Schuss ein Treffer: Am Bahnhof Zoo lädt die Caritas Ambulanz für Obdachlose und unversicherte Menschen aus diesem Anlass zum Torwandschießen für Anwohner, Besucher und Obdachlose. Die im Januar wiedereröffnete Einrichtung beteiligt sich damit am Straßenfest in der Jebensstraße rund um die Bahnhofsmission am Zoo. Nachbar:innen, Engagierte und Gäste feiern dort gemeinsam und setzen so ein Zeichen der Solidarität in der City West.
Termin: 18. April, 11 bis 16 Uhr, Jebensstraße 3, 10623 Berlin, am Bahnhof Zoo
Begegnung am Ostbahnhof
Das zentrale Begegnungsevent findet gleichzeitig in der Bahnhofsmission am Berliner Ostbahnhof statt. Verantwortliche und Ehrenamtliche geben dort Einblick in die Praxis der Einrichtungen. Die Bahnhofsmission am Ostbahnhof ist die älteste Bahnhofsmission Deutschlands (gegründet 1894) und steht in der Trägerschaft von IN VIA Berlin.
Vor Ort gibt es ab 11 Uhr die Möglichkeit, mit Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen ins Gespräch zu kommen, sich über aktuelle Hilfsangebote und Bedarfe zu informieren und die Räumlichkeiten der Bahnhofsmission kennenzulernen.
Für Interviews stehen u.a. bereit:
• Eva Welskop Deffaa (Präsidentin Deutscher Caritasverband)
• Elke Ronneberger (Bundesvorständin Sozialpolitik Diakonie Deutschland)
• Josef Lüttig, Klaus Dieter Kottnik und Monika Kleinefenn (Bahnhofsmission Deutschland e. V.
• Nadine Schröder (Geschäftsführerin IN VIA Berlin)
Nadine Schröder, Geschäftsführerin von IN VIA Berlin: "Die Bahnhofsmission hat ihren Ursprung hier in Berlin am heutigen Ostbahnhof. Unser Auftrag bleibt damals wie heute derselbe: Menschen in akuten, schwierigen Situationen zu unterstützen, ihnen Orientierung zu geben und in Momenten der Unsicherheit verlässlich zur Seite zu stehen."
Termin: 18. April, 11 bis 12.30 Uhr, Bahnhofsmission am Ostbahnhof, Erich-Steinfurth-Straße, 10243 Berlin, im S-Bahnbogen
Hintergrund
Die Bahnhofsmissionen arbeiten ökumenisch und sind in Deutschland an über 100 Standorten präsent. Einen großen Teil der Angebote tragen ehrenamtlich Engagierte, ergänzt durch hauptamtliche Teams und starke Netzwerke vor Ort. Der Tag der Bahnhofsmission macht jedes Jahr sichtbar, wie wichtig niedrigschwellige Hilfe, menschliche Zuwendung und verlässliche Strukturen gerade an öffentlichen Orten sind.
Die (wieder-) eröffnete Caritas-Ambulanz für Wohnungslose am Bahnhof Zoo (Jebensstraße 3) versorgt seit 1992 obdachlose Menschen sowie Menschen ohne Krankenversicherungsschutz kostenlos - mit hausärztlicher Grundversorgung, Medikamentenausgabe und spezialisierter Wundversorgung chronischer Wunden; ergänzt wird das Angebot durch sozialarbeiterische Unterstützung und weitere Sprechstunden. Mit der Rückkehr an den angestammten Standort ist die medizinische Hilfe wieder dort erreichbar, wo viele Betroffene ihren Lebensmittelpunkt haben.
Anmeldung und weitere Informationen:
Vanessa Lindl, Deutscher Caritasverband, Tel. 0160 221 70 20
Svenja Schulte, IN VIA Berlin, Tel. 0179 29 98 231
Pressekontakt:
Björn Trautwein
Leitung Stabsstelle Kommunikation, Pressesprecher
Tel. 0162 272 43 18
b.trautwein@caritas-berlin.de