Pressevertreter:innen sind von 09.30 bis 14 Uhr herzlich in die Prinz-von-Homburg-Straße 2, 16845 Neustadt (Dosse), eingeladen. Geplant sind ein Gottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche, eine Festrede sowie Grußworte aus Kirche, Politik und Wohlfahrt. Rund 80 Gäste werden erwartet.
Das Konvent der Ursulinen bietet derzeit 31 erwachsenen Menschen mit geistigen oder Mehrfachbehinderungen ein Zuhause mit individueller Unterstützung. Außerdem findet sich auf dem Klostergelände ein Projekt für ukrainische Kinder und Jugendliche. 25 Waisenkinder haben hier gemeinsam mit ihren ukrainischen Betreuer:innen ein neues, sicheres Zuhause gefunden.
Die Ordensschwestern der Ursulinen sind seit über 100 Jahren sozial in der Region tätig. Sie kamen über Breslau, dem heutigen polnischen Wrocław nach Berlin und von dort aus an die Dosse. Im Jahr 1923 gründeten sie das Kloster, in dem bis zu 14 Schwestern lebten. Über die Jahre wandelte sich ihre Arbeit von Bildungsangeboten hin zu Pflege, Begleitung und Teilhabe. 1992 wurde die heutige besondere Wohnform der Eingliederungshilfe fertiggestellt.
Im Jahr 2022 wurde diese aus dem Conventverein in eine eigenständige Gesellschaft ausgegliedert. Mit der Übergabe an die Caritas wird dieser Weg nun fortgeführt und das über Jahrzehnte gewachsenes Werk der Ordensschwestern für die Zukunft gesichert. "Ein gutes Werk zu bewahren bedeutet manchmal auch, es in starke Hände zu legen, die es weiterentwickeln können", erklärt Schwester Dominika, päpstliche Kommissarin im Namen der fünf verbliebenen Ordensschwestern des Konvents.
Die Caritas Familien- und Jugendhilfe gGmbH ist ein erfahrener Träger des Erzbistums Berlin und betreibt 14 Einrichtungen in Berlin und Brandenburg. "Wir sind dankbar für das Vertrauen, das uns die Ursulinen entgegenbringen und werden das Werk im Geist des christlichen Auftrags weiterführen und zugleich neue Perspektiven für die Zukunft eröffnen." so Geschäftsführerin Cornelia Piekarski.
Für die derzeit 31 Bewohner:innen, 15 Waisenkinder sowie die 24 Mitarbeitenden bedeutetet der Trägerwechsel Kontinuität und Chance zugleich: Die bestehenden Strukturen bleiben erhalten, vertraute Ansprechpartner:innen bleiben vor Ort. Gleichzeitig eröffnet die Einbindung in einen größeren Träger neue Möglichkeiten - etwa durch fachlichen Austausch, Fort- und Weiterbildungsangebote sowie die Entwicklung ergänzender Konzepte wie ambulante Unterstützungsformen oder inklusive Wohnangebote.
Ansprechpartner: Ulrich A. Vowe, Geschäftsführer
Telefon: 033 970 517-16, Mobil: 0160 94 66 70 76
u.vowe@die-ursulinen.de
Website: www.die-ursulinen.de