Seit 50 Jahren begleitet die Caritas Familien- und Jugendhilfe (CFJ) Kinder, Jugendliche und Menschen mit Beeinträchtigung in Berlin und Brandenburg. Dieses Jubiläum feiert die Organisation am 3. Juli 2026 gemeinsam mit Mitarbeitenden, Wegbegleiter:innen und Gästen aus Politik, Kirche und Sozialwirtschaft. Die Festveranstaltung beginnt um 11:45 Uhr in der Eventlocation "Alte Turnhalle Berlin", Holteistraße 6-9, 10245 Berlin. Pressevertreter:innen sind herzlich eingeladen.
Zur Jubiläumsfeier ist folgendes Programm geplant:
- Begrüßung durch Cornelia Piekarski, CFJ-Geschäftsführerin und Vorständin Fachpolitik und Innovation des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin
- Andacht und Segnung durch Erzbischof Heiner Koch und Prälat Stefan Dybowski
- Verabschiedung von Roman Zezulka und Begrüßung von Nicole Leifeld in der Geschäftsführung
- Musikalische Beiträge aus der CFJ-Familie
- Rückblick auf 50 Jahre Geschichte in Form einer Jubiläumsausstellung
- Vorstellung des neuen Leitbilds
- Get Together
Die Caritas Familien- und Jugendhilfe ist eine gemeinnützige GmbH und sozialer Träger mit 700 Mitarbeitenden an 34 Standorten in Berlin und Brandenburg. Jährlich begleitet und unterstützt die CFJ rund 1.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Dazu gehören unter anderem 200 Plätze in stationären Kinder- und Jugendeinrichtungen, 200 Plätze in Wohneinrichtungen und 90 Schulplätze für Menschen mit Beeinträchtigung sowie mehr als 400 Arbeitsplätze zur beruflichen Teilhabe für Menschen mit Beeinträchtigung.
Gestartet ist die heutige CFJ im Jahr 1976 als Caritas-Einrichtungen gGmbH mit dem Auftrag, soziale Einrichtungen unter einem Dach zusammenzuführen und langfristig zu sichern. Zunächst waren das Kindertagesstätten, Kinder- und Jugendheime und Senioreneinrichtungen in West-Berlin. Nach der Wiedervereinigung kamen neue Standorte und Angebote in Berlin und Brandenburg hinzu - von stationärer Kinder- und Jugendhilfe über Wohneinrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung, einer Förderschule sowie einer Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigung in Oranienburg.
Das 50-jährige Jubiläum ist für die CFJ nicht nur Anlass zum Rückblick, sondern auch, auf aktuelle Herausforderungen aufmerksam zu machen. Die Anforderungen an soziale Arbeit wachsen - gleichzeitig stehen viele Angebote unter finanziellem Druck.
"Nach unserem aktuellen Kenntnisstand will die Bundesregierung 8,6 Milliarden Euro im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe sparen. Das hätte direkte Folgen für die Menschen, die wir betreuen", sagt Cornelia Piekarski, Geschäftsführerin der CFJ und Vorständin im Caritasverband für das Erzbistum Berlin.
"Der Preis für die Einsparungen: weniger Chancen, mehr Ungleichheit und langfristig höhere gesellschaftliche Kosten. Wer bei Teilhabe und Kinder- und Jugendhilfe kürzt, spart nicht am System, sondern an unserer Zukunft", so Piekarski.
Roman Zezulka, der nach fast 30 Jahren als Geschäftsführer in den Ruhestand verabschiedet wird, erklärt: "Gleichzeitig schauen wir entschlossen in die Zukunft, weil wir wissen, wie viel man mit vereinten Kräften möglich machen kann. Wir sind 1976 mit einigen wenigen Einrichtungen gestartet, heute ist die CFJ zu einem der stärksten sozialen Träger in Berlin und Brandenburg geworden. Über Jahrzehnte hinweg hat sich die CFJ immer wieder mit neuen Standorten und Angeboten weiterentwickelt und gezeigt: Soziale Arbeit folgt gesellschaftlichem Wandel nicht nur - sie gestaltet ihn mit", so Zezulka.
Die zukünftige Leitung der Caritas Familien- und Jugendhilfe übernehmen Nicole Leifeld und Cornelia Piekarski.
Auf Anfrage stellen wir gerne Interviewpartner:innen und Bildmaterial zur Verfügung.