Am Standort der Zentralen Beratungsstelle für Menschen in Wohnungsnot, stellen die Mobile Straßenambulanz der Berliner Stadtmission und das Caritas-Arztmobil ihre Arbeit vor. Expert:innen beantworten Fragen zur aktuellen Situation von Menschen, die auf der Straße leben. Beispielsweise das geplante Alkoholverbot an allen Bahnhöfen der Deutschen Bahn hat für Kritik der Wohnungslosenhilfe gesorgt. Denn suchtkranke Menschen werden durch ein Verbot nicht von ihrer Sucht befreit, sondern lediglich von ihren Rückzugsorten verdrängt. Einmal mehr wird deutlich, wie wichtig Streetwork, Aufenthaltsorte und verlässliche soziale Hilfestrukturen für obdachlose Menschen sind.
Auch die mobile medizinische Versorgung spielt eine zentrale Rolle, denn die meisten Obdachlosen trauen sich nicht, eine Arztpraxis aufzusuchen. Dass das Caritas-Arztmobil auf Berlins Straßen unterwegs sein kann, ist aufgrund massiver Kürzungen öffentlicher Gelder nur dank Spenden und dank ehrenamtlich engagierter Ärztinnen und Ärzte möglich. Auch das Mobil der Berliner Stadtmission finanziert sich mithilfe von Spenden.
Vor diesem Hintergrund hat die Bayer AG die Benefizaktion "Kunst für Alle" gestartet, bei der im Juni rund 600 Kunstwerke aus der unternehmenseigenen Artothek zum guten Zweck angeboten wurden. Der gesamte Erlös von 21.000 Euro wird im Rahmen des Pressetermins an die Berliner Stadtmission und die Caritas übergeben. Beide setzen die Spenden für die Versorgung obdachloser Menschen und Menschen in akuter Not ein.
"Jede Spende hilft uns, Menschen auf der Straße medizinisch zu versorgen. Pro Jahr werden über 1.800 Konsultationen durchgeführt und der Bedarf wächst stetig - deshalb sind wir der Bayer AG sehr dankbar für ihre Unterstützung. Sie trägt dazu bei, dass wir unsere Hilfe zuverlässig fortsetzen können", so Olaf Schüßler, Leiter des Caritas-Arztmobils.
Die Busse (Ambulanzbus und Arztmobil) von Berliner Stadtmission und Caritas werden vor der Zentralen Beratungsstelle für Menschen in Wohnungsnot unterhalb des großen Außenwandgemäldes von Omar, der über 30 Jahre auf der Straße lebte, positioniert. Dieses Motiv verbindet sichtbar den Ort, die konkrete Hilfe auf der Straße und den künstlerischen Ursprung der Spende.
Pressekontakt
Alexander Eichner, 0172 7891124
a.eichner@caritas-berlin.de