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Stand: 30.05.2017

Dominikus-Krankenhaus

Portrait

Chefarzt für Lebensqualität: Dr. Dirk Flachsmeyer

Die Caritas und ihre korporativen Mitglieder betreiben zwölf Krankenhäuser im Erzbistum Berlin. Hier bieten wir persönliche Einblicke

Dr. Dirk Flachsmeyer im Portrait

Die 84-jährige Dame, die unbedingt wieder Tennis spielen wollte, ist Dr. Dirk Flachsmeyer im Gedächtnis geblieben. Geistig und körperlich total fit, nur das Knie wollte halt nicht mehr. Dr. Flachsmeyer hat ihr in beide Kniegelenke ein künstliches Gelenk eingesetzt und mittlerweile schwingt die ehemalige Patientin wieder den Schläger. Die Geschichte erzählt der Chefarzt für Orthopädie, Chirurgie und Unfallchirurgie am Dominikus-Krankenhaus und in der Klinik Maria Heimsuchung gern, um  deutlich zu machen, was ihn an der Endoprothetik , dem Gelenkersatz und -austausch, so begeistert."Die Menschen kommen mit einer deutlichen Einschränkung zu uns und wir können ihnen die Lebensqualität zurückgeben. Das ist das Schöne." Dies gelte genauso für sein zweites Fachgebiet, der speziellen Fußchirurgie.
Sich die Zeit zu nehmen, mit dem Patienten genau zu klären, welche Chancen beispielsweise ein neues Gelenk bringt, ist dem Spezialisten wichtig. Und die Grenzen aufzuzeigen. Mit den heutigen Prothesen sei sehr viel möglich. "Aber es ist immer noch ein künstliches Gelenk, das wir einsetzen. Das muss sich der Patient bewusst machen." Außerdem setzt der Mediziner auf eine gründliche Nachsorge wie Physiotherapie. Als Chirurg sei er nur ein wichtiger Baustein von vielen. Die Leidenschaft für Medizin liegt Dirk Flachsmeyer in den Genen: Aufgewachsenen in einem Ärzte-Elternhaus in Rostock, hat sich von den drei Söhnen nur sein Zwillingsbruder für einen Berufsweg jenseits der Medizin entschieden. "Ein Jahr lang habe ich darüber nachgedacht, Theologie zu studieren", erinnert sich Dr. Flachsmeyer, der 1967 geboren ist und in jungen Jahren auch in Umweltgruppen aktiv war. Doch es blieb bei dem Gedankenspiel. Das Medizin-Studium absolvierte er zu großen Teilen in seiner Heimatstadt und es sei irgendwie klar gewesen, dass es die Orthopädie und Unfallchirurgie werde. "Ich wollte unbedingt viel operieren." Das tut er immer noch "wahnsinnig" gern - nicht nur in den beiden Berliner Caritas-Krankenhäusern, an denen er Chefarzt ist, sondern auch regelmäßig in China, wo er sein Wissen in Operations- und Hörsälen weitergibt. Der internationale Austausch bereichere auch seine Arbeit im Dominikus-Krankenhaus und in Maria Heimsuchung, Caritas-Klinik Pankow, wo er gern  Hospitations-Gäste aus dem Ausland empfängt. "Auch als erfahrener Operateur ist es wichtig, für neue Anregungen offen zu sein", so der Mediziner.
Eben noch mit dem Skalpell in der Hand am Operationstisch, dann kurz in der Rettungsstelle nach einem Patienten sehen, anschließend eine Besprechung - der Terminkalender von Dr. Flachsmeyer ist immer gut gefüllt. Doch in jeder Situation widmet er sich seinem Gegenüber mit voller Aufmerksamkeit. Er redet ruhig, hört zu, stellt Fragen. Ihn interessiert, mit wem er es zu tun hat. Ein langer intensiver Arbeitstag, daran habe er Spaß. Voraussetzung sei dafür eine gute Stimmung im Team. Gerade im OP ist ihm ein respektvoller Umgangston wichtig. Dort verlangt er nicht nur von sich selbst, sondern auch von den Kollegen extreme Gründlichkeit und eine perfekte Vorbereitung. "Ich sage immer: Es ist nur der ein guter Chirurg, der auch mit Komplikationen gut umgehen kann."
Auch wenn jenseits der Arbeit momentan wenig Zeit für Privates bleibt, genießt der Vater einer erwachsenen Tochter seine Freizeit. "Ich koche gern Gutes", erzählt der Arzt. Außerdem geht er öfter ins Theater oder Freilichtkino. "Ich gehöre zu denen, die die Vorzüge der Großstadt ausgiebig nutzen." Ruhe findet Dr. Flachsmeyer in seinem Haus an der Ostsee, wo er dann das Skalpell mit dem Spaten vertauscht und ausgiebig seinen Garten beackert. "Das ist dann mal eine andere Form von körperlicher Arbeit, die einfach gut tut."

Text: Christina Bustorf

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