Themen zur Pflege

miteinander arbeiten

Workshops

A
"Pflegen wie eine Heilige? - Um Himmels willen!" Vom Umgang mit dem Anspruch, zu arbeiten wie die Hl. Elisabeth
Prof. Dr. theol. Elisabeth Jünemann

Wir wissen ja, wie das ausgegangen ist: Nach einem Leben für die Bedürftigen starb sie völlig verausgabt und entkräftet in ganz jungen Jahren. Einerseits.

Andererseits wissen wir um die Vorstellung nicht nur unserer Patientinnen und Patienten vom Gepflegt-Werden, das dem Anspruch "christlich" genügt: Diese Vorstellung hat etwas zu tun mit den alten Geschichten, die wir kennen von Männern und Frauen, von St. Vinzenz oder St. Elisabeth, die die christliche Liebe zum Nächsten beispielhaft umgesetzt haben. Wenn wir nach ihnen bis heute unsere Krankenhäuser und Altenheime nennen, dann stellen wir uns diesem Anspruch.

Wer sich heute für ein christliches Haus entscheidet, um dort gepflegt zu werden, erwartet das. Wer heute in einem christlichen Haus pflegt, weiß das. Wer heute ein christliches Haus trägt oder leitet, rechnet damit.

Wie gehen wir mit diesen Erwartungen um? Worum geht es da? Und wie geht das, worum es geht? Was geht und was geht nicht? Und wie setze ich das im Alltag um?

 

B
Christlich in der Pflege - Eine täglich neue Herausforderung
Prof. Dr. Stephan Dorschner

Als Christen in der Pflege fragen wir uns immer wieder, wie sich christliche Werte und Pflegealltag bei permanent knappen Ressourcen vereinbaren lassen und welchen Stellenwert Glaube im täglichen Pflegehandeln hat. Christliche Pflege? Christlich pflegen?  Was genau ist das bzw. wie geht das? Ist Spiritualität Bestandteil professioneller Pflege?

Nach einer Einführung in die Thematik sollen uns biblische Texte, die eigene Berufserfahrung und die gemeinsame Diskussion inspirieren, konkrete Ideen, Ermutigungen und Vorschläge zu formulieren, um diese - nach dem Kongress - in den Pflegealltag und in unsere Gesellschaft zu tragen.

 

C
Wertschätzung in der Pflege stärken - Erfolgsbesprechungen im Projekt PflegeWert
Ruth Rottländer

Erkenntnisse und erprobte Handlungsanregungen aus dem Projekt "Pflege-Wert" belegen die Notwendigkeit, Mitarbeiter*innen in der Pflege und ihre Arbeit wertzuschätzen und dies als Führungsaufgabe zu verstehen.

Neben einer kurzen Vorstellung des Projekts, der damit verbundenen Intentionen und den verschiedenen Formen an Wertschätzung erfolgt als Anregung für interessierte Personen insbesondere die Darlegung sowie die Diskussion des im Projekt erprobten Konzepts der "Erfolgsbesprechungen".

Dieses Konzept hilft den Mitarbeiter*innen in der Pflege ihre tägliche Arbeit "sichtbar" werden zu lassen und ihre eigene Arbeit anzuerkennen.

D
Das Wertvolle des Pflegens
Barbara Trnka/Kathrin Ohm   

Wer in der Pflege arbeitet, steht täglich im Spannungsfeld zwischen der Sorge um den Pflegebedürftigen und dem fachlichen Anspruch und der Wirtschaftlichkeit. Dabei gerät das Wertvolle des Pflegens aus dem Blick oder wird überdeckt durch die fehlenden Ressourcen im Alltag.

Mit einem kleinen Anspiel und Impuls, durch uns als Referentinnen, wollen wir in das Thema einsteigen und anschließend mit Ihnen folgenden Fragen nachgehen:

  • Was ist für Sie das Schwere des Pflegens?
  • Was ist für Sie das Wertvolle des Pflegens?

Dabei möchten wir in der Gruppe Anregungen und Hilfen für den Alltag erarbeiten, um das für Sie Wertvolle des Pflegens zu entdecken und zu beleben. Mit einer Meditation als Kraftquelle endet unser Workshop.

E
Achtsame Sorge für sich und andere
Anna Maria Luger

"Was so kostbar erscheint, ist nicht die Zeit, sondern der einzige Punkt, der außerhalb der Zeit liegt: das Jetzt." - Eckart Tolle -
Achtsamkeit als Lebensmuster ist eine Haltung, die in unserer Arbeits- und Privatwelt immer wichtiger wird. Achtsamkeit kann zugleich als Basis und Krönung aller menschlichen Fähigkeiten betrachtet werden.  Sie ist das Eintrittstor zur Begegnung mit sich selbst, Gott und der Welt. Sie verknüpft innen und außen. Sie ermöglicht, bei sich selber zu sein und verantwortet, Ja und Nein zu sagen. Der Workshop will aufzeigen, was jede/n Einzelne/n in kleinen Schritten in diese Haltung führen kann.

 

F
Innehalten im Reich der Farben 
Beate Wuigk-Adam

Das Gestalten mit Farben eröffnet den Raum, sich einmal ganz anders zu erleben. Offenheit und Neugier sind die einzigen Voraussetzungen für den Workshop. Er bietet die Möglichkeit innezuhalten, sich selbst gewahr werden, dem Augenblick, der Gegenwart genannt wird, bewusst zu erleben und sichtbar zu machen.

Die Begegnung mit Farben ermöglicht eigene Gefühle wahrzunehmen, zu beherrschen und für das zukünftige Handeln zu nutzen. Frei und spielerisch nähern wir uns den Fragen: Was tue ich gerade, wie tue ich es und wie fühle ich mich dabei?

 

G
Wofür ich stehe - Als Pflegekraft in einem christlichen Haus arbeiten 
Dr. Ralf Schupp

Die kirchlichen Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen befinden sich in einer Phase des Umbruchs: Viele Mitarbeiter gehören keiner der christlichen Konfessionen mehr an. Zahlreiche Ordenseinrichtungen sind in die Hände von Stiftungen übertragen worden, in denen oft weltliche Experten für Wirtschaft und Finanzen die Geschicke bestimmen. Zugleich stehen konfessionelle Häuser unter erheblichem Kostendruck und müssen sich am Gesundheitsmarkt behaupten.

Die Berufsgruppe der Pflegenden ist in besonderer Weise von den daraus resultierenden Veränderungen betroffen. Dies belegt der gegenwärtige Fachkräftemangel.

In unserem Workshop wollen wir der Frage nachgehen, was das für die Pflege in konfessionellen Einrichtungen bedeutet:

  • Was darf eine Pflegekraft von einem kirchlichen Haus erwarten?
  • Wo sind kirchliche Einrichtungen besonders in der Pflicht?
  • Welchen Beitrag können umgekehrt Pflegekräfte zu einer lebendigen christlichen Kultur leisten, wenn es nicht beim Klagen und innerer und äußerer Emigration bleiben soll?

 

H
Miteinander beraten, miteinander entscheiden - eine Ermutigung zur Einmischung in ethische Themen  
Dr. Marianne Rabe

Ethikberatung hat sich in den letzten Jahren sehr verbreitet. Pflegende nutzen dieses neue Angebot bisher nur wenig. In den Klinischen Ethikkomitees sind zu wenig Pflegende vertreten, die nahe am Patienten arbeiten - und sie sind sehr zurückhaltend in ihrer Beteiligung. Als größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen muss die Pflege aber Therapieentscheidungen sowohl im Krankenhaus und als auch in der Altenpflege mittragen - sie kann zu besseren Entscheidungen beitragen, wenn sie sich an Ethikdiskussionen aktiv beteiligt.

  • Entdecken Sie die Möglichkeiten, die gemeinsame ethische Reflexion für die Pflege bietet!
  • Verbesserung der interprofessionelle Zusammenarbeit und des wechselseitigen Verständnisses
  • Pflege gewinnt an Autorität durch ihre Nähe zum Patienten
  • Die Perspektive der Pflege wird mehr wahrgenommen
  • Pflege kann sich wirksam für Patienten einsetzen

Im Workshop bekommen Sie einen Einblick in den Entwicklungsstand von Klinischer Ethikberatung und Anregungen, wie Sie sich einbringen können.
Anhand einer Fallgeschichte werden Handlungsmöglichkeiten der Pflege diskutiert.


Das Programm finden Sie hier.

 

Mehr zum Katholischen Pflegekongress 2017

Für Interessierte

Veranstaltungsprogramm

Der Pflegekongress bietet Ihnen ein ausgewogenes Angebot von Vorträgen und Workshops aus unterschiedlichen Blickwinkeln rund um das Thema Christsein im Pflegealltag und Selbstsorge. mehr

Unterhaltung

Abendprogramm

Ab 20:00 Uhr "Humor als Schwimmring auf dem Strom des Alltags" - Beispiele zur Förderung der Betriebskultur und der Selbstkompetenz mit Clown Pello. mehr


Vorträge

Katholischer Pflegekongress - Vorträge

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses hören aufmerksam einem Redner zu / Angela Kröll

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses hören aufmerksam einem Redner zu / Angela Kröll

Was bewegt Christen in der Pflege in einer Zeit, in der wir Reformen diskutieren und auch praktizieren, aber immer wieder auch Notstand erfahren? Wie können wir unter diesen Rahmenbedingungen Christsein im Alltag leben? mehr

Unterstützt durch Profis

Referenten

Kompetente Referentinnen und Referenten begleiteten u.a. zu Themen der christlichen Pflege, Wertschätzung, der Selbstsorge und Herausforderung mehr