Kath. Pflegekongress

"...wie dich selbst" -
Christsein in der Pflege

Unter dem Motto "…wie dich selbst" – Christsein in der Pflege veranstalteten die Caritasverbände der östlichen Bundesländer und der Katholische Pflegeverband e.V., Landesgruppe Mitte-Ost, Mitte April 2015 in Berlin den ersten Katholischen Pflegekongress.

Die Aufmerksamkeit auf die anvertrauten Menschen gerichtet, das Handeln an den Bedürfnissen des Anderen orientiert – haben wir, die wir beruflich pflegen, uns dabei auch selbst ausreichend im Blick?

Was bewegt Christen in der Pflege in einer Zeit, in der wir Reformen diskutieren und auch praktizieren, aber immer wieder auch Notstand erfahren? Wie können wir unter diesen Rahmenbedingungen Christsein im Alltag leben? Welche Formen der Stärkung und Unterstützung werden benötigt?

Zu diesen Themen gab es Vorträge und die Teilnehmer/innen diskutierten in Workshops aus unterschiedlichen Blickwinkeln rund um das Thema Christsein im Pflegealltag und Selbstsorge.

In zahlreichen Vorträgen und Workshops näherten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Katholischen Pflegekongresses diesen Fragen und suchten Antworten darauf, welche Formen der Stärkung und Unterstützung benötigt werden.

 

Download

Pflegekongress: Miteinander beraten, miteinander entscheiden (PDF)

Wofür ich stehe - Als Pflegekraft in einem christlichen Haus arbeiten (PDF)

Professionell und konfessionell (PDF)

Wertschätzung in der Pflege stärken - Erfolgsbesprechungen im Projekt PflegeWert (PDF)

Archiv

Katholischer Pflegekongress - Referenten

Prof. Dr. Wolfgang Beinert

Prof. Dr. Wolfgang Beinert       

emeritierter Hochschullehrer und Publizist,
Professor für katholische Dogmatik,

Mitglied des Kuratoriums der Joseph Ratzinger /
Papst Benedikt XVI.-Stiftung

Christa Braun

Christa Braun

Pfarrerin, Psychologin

Prof. Dr. Stephan Dorschner

Prof. Dr. Stephan Dorschner

Gründungsdekan des Fachbereichs Gesundheit und Pflege an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Pflegewissenschaftler, Krankenpfleger

1. Vorsitzender der Landesgruppe Mitte-Ost des Katholischen Pflegeverbandes e.V. und Mitglied im Bundesvorstand 

Dr. theol. Astrid Giebel

Dr. theol. Astrid Giebel

Diplom-Diakonie-Wissenschaftlerin, Pastorin, früher (Anfang der 80er Jahre) auch Krankenschwester.

Jetzt (seit 2007): Theologin im Vorstandsbüro der Diakonie Deutschland; Aufgabe: Theologische Grundsatzarbeit für die Sozialpolitischen Zentren und das Zentrum Kommunikation.

Dr. Sabine Scholzschuh

Dr. Sabine Holzschuh

Diplomtheologin, Diplomsozialpädagogin,
Promotion in Pastoraltheologie an der Universität Regensburg
Referentin in der Erwachsenenbildung (Aus- und Fortbildung) und Trauerpastoral

Sr.M.Basina Kloos

Sr. M. Basina Kloos

Vorsitzende des Vorstandes der Marienhaus Stiftung Neuwied

Stv. Vorsitzende des Vorstandes der Hildegard Stiftung Trier

Franziskanerin von Waldbreitbach BMVA

Vorsitzende der Gründungskonferenz zur Einrichtung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz

Anna Maria Luger

Anna Maria Luger

Krankenschwester, Dipl.-Pflegewirtin (FH), Caritaswissenschaftlerin (univ.)

Geschäftsführerin des Kath. Pflegeverbandes e.V.

Mitglied der Ratsversammlung des DPR, Mitglied des Deutschen Bildungsrates für Pflegeberufe

Dr. phil Marianne Rabe

Dr. phil. Marianne Rabe              

Krankenschwester und Lehrkraft für Pflegeberufe, pädagogische Geschäftsführerin der Charité Gesundheitsakademie,
Promotion zur Vermittlung von Ethik in der Pflege an der Universität Osnabrück

Mitglied der Akademie für Ethik in der Medizin in Göttingen, Mitbegründerin der professionsübergreifenden Arbeitsgruppe Pflege und Ethik

An der Gesundheitsakademie Konzeption und Durchführung einer Fortbildungsreihe "Ethik-Kompetenz in der Klinik" zur Ausbildung von Ethikberatung

Dr. Joachim Reber

Dr. Joachim Reber

Theologe, Philosoph, Autor.

Verantwortlich für Mitarbeiterseelsorge und spirituelle Bildung im Caritasverband für Stuttgart e.V., Diakon der Diözese Rottenburg -Stuttgart, Trainer und Berater für christliche Unternehmenskultur

Anja Reichmann

Anja Reichmann             

Altenheimseelsorgerin (KSA), Gestaltpädagogin (IGBW), Gemeindereferentin

Katholischer Pflegekongress - Veranstaltungsprogramm

Freitag, 17.04.2015

Ab 9:30
Ankommen und Registrieren

10:30
Grußworte von Prälat Tobias Przytarski 
Diözesanadministrator des Erzbistums Berlin

10:45
Begrüßung durch Frau Prof. Dr. Kostka
Direktorin des Caritasverbands im Erzbistum Berlin

11:00
"Feldlazarett Kirche" (Papst Franziskus)
Heilendes Helfen als christlicher Grundauftrag
Prof. Dr. Wolfgang Beinert

emeritierter Hochschullehrer und Publizist, Professor für katholische Dogmatik

12:00
"...wie dich selbst" - Gedanken zum Fundament professioneller Pflege   
Prof. Dr. Stephan Dorschner
Gründungsdekan des Fachbereichs Gesundheit und Pflege der 
Ernst-Abbe-Hochschule Jena

13:00
Mittagimbiss

14:30 - 16:00
Workshop 1. Durchgang

16:00 -16:45
Kaffeepause

16:45 - 18:15
Workshop 2. Durchgang

18:30 - 19:30
Abendbuffet

20:00
Pilgern zur Quelle - zum Kraftort für die Seele
Heilige Pause für Engagierte. Atemholen für Erschöpfte. Zeit für Ewiges - eine Stunde zum Mitpilgern, Schmunzeln & Genießen 

Logo des Musikduos 2 Flügel

  

 

 


 

Samstag, den 18.4.2015

9:00
Impuls zum Tag

9:10
Pflege auf dem Weg zur Selbstverwaltung - Herausforderungen und Nebenwirkungen
Sr. M. Basina Kloos

Vorsitzende des Vorstandes der Marienhaus Stiftung Neuwied, Vorsitzende der Gründungskonferenz zur Pflegekammer in Rheinland-Pfalz

10:30
Geistesgegenwärtig pflegen - professionell und spirituell
Dr. theol. Astrid Giebel
Theologin, Diakonie Deutschland

12:00
Heilige Messe, für alle Teilnehmer

Ab 13:00
Ausklang mit Imbiss

Katholischer Pflegekongress - Workshops

A
Ideenwerkstatt christlich-spirituelle Unternehmenskultur
Dr. Joachim Reber

Wir wollen in diesem Workshop zunächst miteinander überlegen, was christliche Unternehmenskultur überhaupt ist und wie sie sich in der Alten- und Krankenpflege zeigen kann. Unter den Überschriften "Unterbrechungskultur", "Kultur der existentiellen Kommunikation" und "Gebetskultur" gehen wir dann auf die Suche nach Gestaltungsmöglichkeiten im konkreten Arbeits- und Führungsalltag. Ziel des Workshops ist, ein Gefühl zu bekommen für das Thema "Unternehmenskultur" und viele (neue) Ideen für die Praxis mitzunehmen.

B
"Spiritualität als Lebenskunst" - Eine Entdeckungsreise zu den eigenen Kraftquellen
Anja Reichmann

Im Staunen und der Freude, in der Begrenztheit des Lebens, im Loslassen lernen, im Mitgefühl, in der Verbundenheit, im Einsatz für Gerechtigkeit - auf allen diesen Wegen kann uns das Göttliche begegnen und das Leben uns berühren.
Der Workshop will einladen, auf Entdeckungsreise zu gehen - zu den eigenen Kraftquellen.
   

C
Für die Seele sorgen  
"Der HERR behüte deine Seele. Er behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit"  (Psalm 121)
Christa Braun

Seele ist im biblischen Sinne der Mensch als Ganzes, dem von Gott Atem eingehaucht ist - und der doch atemlos werden kann. Von Gott behütet ist es also den Menschen aufgegeben für die Seele zu sorgen.
In der Pflege ist die Sorge um Andere und die genaue Wahrnehmung des Gegenübers alltäglich.
Lassen Sie uns ins Gespräch kommen, in welch vielfältiger Weise jede/r für die Seele Anderer Sorge trägt. Und  für dieses (Mit)Tragen immer wieder Kraft geschöpft werden muss.
Deshalb soll Mut gemacht machen, auch für die eigene Seele zu sorgen: Ausgewählte Entspannungsmöglichkeiten (Körper- und Atemübung) werden eingeübt und individuelle Entlastungsmöglichkeiten aufgezeigt. Darüber hinaus werden Kraftquellen aus biblisch/kirchlicher Tradition (Gebete/Rituale...) vor Augen geführt.

D
Fürsorge und Selbstsorge als moralische Orientierungen in der Pflege
Dr. phil Marianne Rabe    

"Den Nächsten lieben wie sich selbst" war Jesu Antwort auf die Frage nach dem richtigen Handeln, damit man Heil erlangen kann. Auf die Nachfrage "Wer ist mein Nächster?" antwortete Jesus mit der berühmten Geschichte vom barmherzigen Samariter. Wir wollen die Geschichte in Bezug auf das Selbstverständnis der Pflege lesen und besprechen: wie drückt sich hier Fürsorge, wie Selbstsorge aus? Verträgt sich eine solche Geschichte mit einem modernen, professionellen pflegerischen Selbstverständnis?

E
"Balanceakt - Sich selbst der beste Freund sein."  
Dr. Sabine Holzschuh

Wer in der Pflege arbeitet, ist vielen Krisensituationen ausgesetzt: Belastungen durch das alltägliche Umfeld aushalten, absolute Grenzen achten, mit Leiderfahrungen umgehen, den eigenen Arbeitsalltag ausbalancieren, Abschalten lernen ... Wie kann man dabei "sich selbst der beste Freund sein"? Gerade in Situationen des Pflegealltags ist es ein Balanceakt, das innere Gleichgewicht zu halten. Die dabei auftauchende Frage: "Wie sorge ich gut für mich selbst?" kann jede und jeder nur für sich beantworten. Darüber nachzudenken und ins Gespräch zu kommen lohnt sich, denn die ganz persönlichen Antworten wirken sich direkt auf die eigene Lebens- und Arbeitsqualität aus.

F
Achtsame Sorge für sich und andere
"Was so kostbar erscheint, ist nicht die Zeit, sondern der einzige Punkt, der außerhalb der Zeit liegt: das Jetzt."  Eckart Tolle
Anna Maria Luger

Achtsamkeit als Lebensmuster ist eine Haltung, die in unserer Arbeits- und Privatwelt immer wichtiger wird. Achtsamkeit kann zugleich als Basis und Krönung aller menschlichen Fähigkeiten betrachtet werden. Sie ist das Eintrittstor zur Begegnung mit sich selbst, Gott und der Welt. Sie verknüpft innen und außen. Sie ermöglicht, bei sich selber zu sein und verantwortet Ja und Nein zu sagen.
Der Workshop will aufzeigen, was jede/n Einzelnen in kleinen Schritten in diese Haltung führen kann.