Frühintervention

Kompetenzen entwickeln

Kinder, Jugendliche, Drogen und Alkohol

Ein Cartoon-Junge klammert sich von unten an das A in einem grünen Schriftzug Halt

HaLT ist ein Frühinterventionsprojekt für alle Berliner Kinder und Jugendliche mit riskantem Alkoholkonsum und ein Gemeinschaftsprojekt des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin e.V. und der Stiftung SPI.

Das Projekt bietet Beratung und Informationen rund um das Thema Alkohol an. Alle Angebote sind kostenlos, Gespräche werden vertraulich behandelt! Termine in der Beratungsstelle können zeitnah vereinbart werden.



Angebot:

  • Erstgespräch direkt am Krankenbett für Kinder und Jugendliche, die mit einer Alkoholvergiftung in ein Berliner Krankenhaus eingeliefert wurden (24/7: 0177 68 20 910)
  • Beratung für riskant Alkohol konsumierende Kinder und Jugendliche in der Beratungsstelle
  • Eltern- und Angehörigenberatung im Krankenhaus und/oder in der Beratungsstelle
  • Kletteraktionen im Hochseilgarten oder in einer Kletterhalle verbunden mit einem persönlichen Risiko-Check

Kooperationen:

  • Krankenhäuser, Ämter und Beratungsdienste, Kinder- und Jugendtherapeuten/innen

Frühintervention

IMPULS - Beratung für riskant Alkohol und illegale Drogen konsumierende und straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende

Im Rahmen der Beratungsgespräche setzen sich junge Menschen mit ihrem individuellen Handeln sowie den Zusammenhängen von riskantem Substanzkonsum und straffälligem Verhalten auseinander.

Zielgruppe sind Jugendliche und Heranwachsende bis zum 21. Lebensjahr, Voraussetzung ist eine Weisung nach § 10 Jugendgerichtsgesetz (JGG). In der Regel ist eine Beratungseinheit (drei Beratungsgespräche/Module) abzuleisten. In Einzelfällen können auch zwei Beratungseinheiten angewiesen werden.

Dabei sollen die Jugendlichen/Heranwachsenden einen verantwortungsvollen bzw. reduzierten Umgang mit Alkohol und illegalen Drogen, insbesondere im Kontext mit Straftaten, erlernen. Die Jugendlichen/Heranwachsenden werden motiviert, Verhaltensmuster zu ändern und gemeinsam mit dem IMPULS-Team werden erste Lösungsstrategien erarbeitet.

Es sind drei Beratungsgespräche (Module) abzuleisten:

 

Modul Anamnese

Im ersten Gespräch erfolgt eine psychosoziale Anamnese. Zudem erhalten die Jugendlichen/Heranwachsenden gezielte Informationen zu den von ihnen konsumierten Substanzen. Das Beziehungsfeld zwischen Delikt und dem Einfluss von Alkohol/illegalen Drogen kann u.a. durch die pharmakologische Wirkung von Substanzen auf das menschliche Verhalten erklärt werden (z.B. eine erhöhte Risikobereitschaft oder aggressives Verhalten).

Modul Reflexion

Aufbauend auf den Ergebnissen der Erstberatung erfolgt die Reflexion des individuellen Zusammenhangs zwischen Konsum und delinquentem Verhalten. Zentraler Punkt dieser Einheit ist die Sensibilisierung für die eigenen Verhaltensmuster und die Erarbeitung eines Bewusstseins für dieses Verhalten. Den jungen Menschen wird Anleitung und Unterstützung bei der Lösung von eventuellen Konflikten angeboten.


Modul Perspektive

Im abschließenden Modul erfolgt eine lösungsorientierte Perspektiverarbeitung. Die Klienten/-innen erarbeiten mittels pädagogischer Unterstützung alternative Verhaltensweisen. Dazu zählt u.a. ein künftig verantwortungsvollerer bzw. reduzierter Umgang mit Alkohol/illegalen Drogen. Des Weiteren erfolgt bei Bedarf die Vermittlung an weiterführende Hilfen wie z.B. Suchtberatung, Schuldnerberatung oder Erziehungs- und Familienberatung.

Methoden

  • Transtheoretisches Modell (TTM)
  • Motivierende Gesprächsführung (MI)
  • Einsatz innovativer und interaktiver Materialien

Kontakt:

IMPULS
Im Trägerverbund der Stiftung SPI und des Caritasverbandes im Erzbistum Berlin e.V.
Große Hamburger Straße 18
10115 Berlin
Telefon: 030 666 33-434
Fax: 030 666 33-439
impuls@stiftung-spi.de

www.stiftung-spi.de
www.caritas-berlin.de
S-Hackescher Markt, Oranienburger Straße
U-Weinmeisterstraße
Termine können kurzfristig vereinbart werden, im Regelfall innerhalb weniger Tage. Die Beratung findet in den zentral gelegenen und gut erreichbaren Projekträumen in Berlin Mitte statt. Die Beratungstermine werden in regelmäßigen sowie fallbezogen sinnvollen Zeitabständen vereinbart.

Im Trägerverbund der Stiftung Sozialpädagogisches Institut "Walter May" und des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin e.V.

REFLEKTOR - Innovative Suchtprävention für junge Menschen an Schulen

Seit dem Jahr 2014 wird REFLEKTOR erfolgreich als Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Sozialpädagogisches Institut "Walter May" und des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin e.V. umgesetzt.

Nikotin, Alkohol, digitale Medien und auch illegale Drogen wie Cannabis sind allgegenwärtig in unserer Gesellschaft und stellen für junge Menschen ebenso nicht selten einen Reiz dar. Laut der Drogenaffinitätsstudie von 2013 konsumieren Jugendliche durchschnittlich im Alter von 14,5 Jahren zum ersten Mal Alkohol, ihren ersten Rausch erleben sie durchschnittlich mit 15,9 Jahren - trotz der gesetzlichen Altersbeschränkungen zur Abgabe von Alkohol.

REFLEKTOR ist ein ergänzendes Element der schulischen Prävention und Gesundheitsförderung für junge Menschen. REFLEKTOR bietet den Schülern/-innen einen bewertungsfreien Raum, in dem sie sich mit Unterstützung der Trainer/innen gemeinsam mit der Thematik "Alkohol und andere Suchtmittel" auseinandersetzen. Gleichzeitig vermittelt REFLEKTOR Fakten, um Risiken zu erkennen und einer Suchtentstehung vorzubeugen. Kinder oder Jugendliche, die mit riskanten Konsummustern auffallen, können sich allein und anonym in einer Sprechstunde beraten lassen. Zudem wendet sich REFLEKTOR sowohl an die Eltern als auch Lehrer/innen. Es werden themenspezifische Workshops angeboten, um die Erziehungs- und Handlungskompetenzen dieser wichtigen Bezugspersonen zu stärken.

Ziele des Projektes:

für Schüler/innen

  • Aufklärung zu einzelnen Suchtmitteln
  • Reflexion  des eigenen Konsums und der ihrer Peer Group
  • Erlernen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Suchtmitteln

für Eltern sowie Lehrer/innen

  • Wissensvermittlung zu einzelnen Suchtmitteln
  • Stärkung der Erziehungs- und Handlungskompetenzen
  • Weiterentwicklung familiärer sowie schulischer Schutzfaktoren

Arbeitsschwerpunkte

  • Beratung und Unterstützung der Eltern und Lehrer/innen u.a. zu Fragen des riskanten Suchtmittelkonsums sowie zur Herstellung eines protektiven Schul- und Familienklimas
  • Projektwoche für Klassen oder Peer Groups
  • Beratung einzelner riskant konsumierender Schüler/innen
  • bei Bedarf Vermittlung in weiterführende Hilfen

Methoden

  • Niedrigschwelligkeit durch Arbeit im Setting
  • Zielgruppenspezifische Angebote
  • Motivierende Gesprächsführung (MI)
  • Einsatz innovativer und interaktiver Materialien

Zielgruppen

  • Kinder, Jugendliche und Heranwachsende
  • Eltern
  • Multiplikatoren/-innen (z.B. Lehrer/innen, Sozialpädagogen/innen, Erzieher/innen, …)

Das Team

Sozialpädagogen/-innen, Gesundheitswissenschaftler/-innen, Soziotherapeuten/-innen und Erziehungswissenschaftler/-innen mit langjähriger Erfahrung im Bereich Prävention. Zusatzqualifikationen: Motivierende Gesprächsführung (MI) und Kurzintervention, Erlebnispädagogik.

Kontakt

REFLEKTOR
Große Hamburger Straße 18
10115 Berlin
Telefon: 030 666 33 434
reflektor@stiftung-spi.de

Beratungs- und Veranstaltungstermine nach Absprache.

Preise auf Anfrage.